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Beliebte Fehler der deutschen Sprache / Das oder Dass?

 

Deutsche Sprache, schwere Sprache. So zumindest heißt es umgangssprachlich. Dass aber auch viele Deutsche sehr typische Fehler im Schriftlichen machen, wollen wir hier einfach aufschlüsseln. Die bekanntesten Fehler der deutschen Sprache, die in Texten, Nachrichten, eMails und Briefen auftauchen, werden wir hier nach und nach vervollständigen. In unserer Sammlung »beliebter Fehler«, gehen wir der falschen Schreibweise auf den Grund, die sich größter Beliebtheit erfreut und besonders häufig zu beobachten ist. Haben wir etwas vergessen, freuen wir uns über eine anregenden Hinweis per eMail.
Explizit schauen wir uns hier an, wann das »das« mit einem s und wann das »dass« mit zwei s geschrieben wird. Welche Regel kommen bei der Schreibweise zum tragen und welche Faustformel gilt es sich zu merken?

Das oder Dass? Wie schreibe ich es wann?


DAS kann sein:
» bestimmter Artikel: Das Handbuch ist in meiner Tasche. (Begleiter vom Nomen, ersatzbar durch die oder der)
» Demonstrativpronomen: Das ist nun wirklich nicht wahr, oder? (ersetzbar duch dies)
» Relativpronomen: Das Spiel, das letzte Woche verschoben wurde, findet morgen statt. (ersetzbar durch welches)

 
DASS ist:
» Konjunktion: Ich hoffe, dass du bald wieder gesund bist.
 
Faustregel: Wenn du auch dies(es) oder welches sagen kannst, schreibe nur ein s!
 
 

Beispieltext zur richtigen Schreibweise von Das oder Dass


Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass das dass einen Konjunktion ist, während das Das ein Artikel oder ein Pronomen sein kann. Ich hoffe wirklich, dass dir das jetzt klar ist. Das (Demonstrativpronomen) ist das (Artikel) Video, das (Relativpronomen) ich schon lange vermisse. Dass (Konjunktion) du mir das (Demontrativpronomen) erst heute zurück gibst, das ärgert mich. Ich vermute, dass das (Demonstrativpronomen) das (Artikel) Fahrrad ist, das ich letzte Woche neben das Magazin gestellt habe. Das ist zum Heulen!
Dass ich nicht lache! Dass das erlaubt ist! Dass Pfingstlager, auf das (Relativpronomen) sich die Pfadfinder immer wieder freuen und ohne das das Sommerquartal nicht denkbar wäre, das (Demonstrativpronomen) ging dieses Jahr ausnahmsweise vorüber, ohne dass es regnete. Das Gerücht über das Antennenprojekt auf dem Kirchturm, das (Relativpronomen) sich mit Windeseile im Dorf verbreitete, stellte sich als falsch heraus. Das Gerücht jedoch, dass das Einkaufszentrum vergrößert werden soll, das erwies sich als wahr. Dass ihn viele Motorradfahrer benutzen, das macht den Weg nicht schöner. Dass viele Vögel im Herbst unser Land verlassen, das ist bekannt; aber was sie zur rechten Zeit aufbrechen lässt, das wissen wir nicht. Was du nicht willst, das (Relativpronomen) man dir tut, das (Demonstrativpronomen) füg auch keinem anderen zu. Das Kino, das wir gestern besuchen wollten, war so überfüllt, dass kein einziger Sitzplatz mehr frei war. Der Schriftsteller Gottfried Keller war bekanntlich ein großer Weinliebhaber. Das (Demonstrationspronomen) veranlasste seinen Arzt oft dazu, dass er seinem Patienten das Trinken vorhielt. Da das Tadeln wenig brachte, sann der Arzt nach neuen Methoden, Keller das Trinken zu verleiden. Ein Gleichnis sollte ihm das Ungesunde des Alkoholtrinkens klar machen. »Auch Sie wissen doch, dass alle vernünftigen Wesen wissen, dass sie Alkohol meiden sollen. Stellen Sie einmal einem Esel einen Kübel mit Wasser und einen Kübel mit Wein hin. Er wird betimmt das Wasser trinken.« »Das ist richtig« antwortete Keller, »das beweist, dass er wirklich ein Esel ist.«


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