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Organische Chemie | Definition

 

Hier findest du alles, was du über organische Chemie wissen solltest.

Definition von Organische Chemie


historische Definition von organischer Chemie aktuelle Definition von organi. Chemie
Chemische Prozesse, die in/mit Lebewesen stattfinden.
Dazu braucht man eine "Lebenskraft" (vis vitalis),
um diese Reaktionen durchzuführen.
Über die Lebenskraft verfügen nur Lebenswesen.
Die Chemie des Kohlenstoffes und seiner Verbindungen.
Stoffe aus der OC:
Glukose C6H12O6, Benzol Benzin, Ethanol, Butan, Propan, Erdöl usw.
 
» Anzahl der möglichen Verbindungen in der organischen Chemie: 17 Millionen
 

Einführung in die »Organische Chemie«


Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts glaubten die Chemiker, dass viele Verbindungen wie Zucker, Fette oder Harnstoffe nur in lebenden Körpern aufgebaut werden könnten. Die Forscher waren der einheitlichen Ansicht, dass allen Lebewesen von Gott eine Lebenskraft - "vis vitalis" - gegeben sei, mit deren Hilfe sie die Stoffe im Körper erzeugen und umwandeln können. Ohne diese Lebenskraft, also im Labor, sei eine Herstellung solcher Stoffe nicht möglich.
Vor diesem Hintergrund wurde 1806 von dem schwedischen Chemiker BERZELIUS der Begriff "Organische Chemie" für die Chemie der Stoffe eingeführt, die von Organismen hergestellt werden. Der organischen Chemie stand die anorganische Chemie gegenüber. Die anorganische Chemie umfasste alle Reaktionen und Umwandlungen deren Ausgangsstoffe aus der unbelebten Natur stammten.
Diese Auffassung von einem grundsätzlichen Unterschied zwischen organischer und anorganischer Chemie wurde 1828 durch die Harnstoffsynthese widerlegt. Dem deutschen Chemiker FRIEDRICH WÖHLER gelang es aus anorganischen Stoffen Harnstoffe zu erhalten. Diese Harnstoffsynthese eröffnete zudem das Feld der Biochemie, da zum ersten Mal ein Stoff, der bisher nur von lebenden Organismen bekannt war, nämlich Harnstoff, aus "unbelebter" Materie künstlich erzeugt werden konnte, nämlich aus Salz Ammoniumcyanat. Diese in vitro-Synthese widerlegte die Theorie des Vitalismus, eine transzendente Lebenskraft (vis vitalis) sei zur Erzeugung organischer Stoffe unabdingbar.
Ausgehend von der Entdeckung WÖHLERS mussten die Chemiebücher neu geschrieben werden. Die organische Chemie ist seitdem nicht mehr auf Verbindungen der belebten Natur beschränkt.


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