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Tourismus | Die Geschichte des Tourismus

 

 

Die Geschichte des Tourismus


Tourismus - Vom Privileg zum Lebensstil.
» Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Tourismus war damals wie heute:
Menschen mit ausreichend Geld und Zeit
eine ausgebaute Infrastruktur mit Verkehrs-, Straßen- und Unterkunftsnetz
» in der Antike war das Verreisen ein Privileg der Reichen
» Beginn des modernen Tourismus im alten Rom
hier entfloh man der heißen Sonne und ging in die kühlen Berge oder an die erfrischenden Seen
im Winter galt die Sightseeing-Tour zu den Altertümern Ägyptens als Beleg für Lebensqualität
Fernreisen bis zu den warmen Quellen im fernen Germanien
» ebenfalls waren es auch praktische Gründe wie Nahrungsplätze, Wasser oder Naturkatastrophen, die Menschen zu Reisenden machten
» 18. Jahrhundert
zweckfreies Reisen ohne religiöse oder kriegerische Hintergedanken
vielreisende Romantiker wie Goethe und Eichendorff
erst ab jetzt wurde die Natur nicht mehr als wüst und gefährlich empfunden
» 1841 Geburtsjahr der Pauschalreisen durch Thomas Cook
Thomas Cook (Tischler, Wanderprediger und Alkoholgegner) organisierte am 01.07. eine Bahnreise für 570 Temperenzler von Leicester ins zehn Milen entfernte Loughborough
im Preis von einer Mark waren Musikkapelle, Tee und Schinkenbrote inbegriffen
» bis weit ins 20. Jahrhundert blieb das Reisen jedoch ein Vergnügen für Angehörige der privilegierten Stände, des privilegierten Adels, Besitzbürgertums und später Beamte
für die Mehrzahl der Angestellten und fast alle Beamte war der Anspruch auf Jahresurlaub bis 1914 durchgesetzt, für 90% der Arbeiter nicht
» 1956 stellte der Metaller Otto Brenner beim Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes neben dem gesundheitlichen Aspekt der Erholung zum ersten Mal die kulturelle Bedeutung der Freizeit in den Mittelpunkt
» am 08.01.1963 tritt ein einheitliches Urlaubsgesetz in Deutschland in Kraft
Ablösung der verschiedenen Landesurlaubsgesetze, die nach 1945 erlassen wurden
alle Schichten hatten erstmalig Anspruch auf bezahlten Urlaub
die Demokratisierung des Reisens konnte damit beginnen
» 1966 Eröffnung eines gewerkschafteigenen Ferienzentrums durch Georg Leber (IG Bau & Bundesminister) in der Bucht von St. Tropez
dies galt als Symbol für die Beendigung des Klassenkampfes durch die Erreichbarkeit einstiger Privilegien für jedermann
» 1963 stieg Josef Neckermann ins Flugreisegeschäft ein
er übertrug als Erster industrielle Methoden auf den Reiseverkehr
Neckermann wurde zum Gattungsbegriff für Massentourismus in Deutschland
seine Geschäftspolitik wirkte stilbildend für alle, auch für die, die einst Gesellschaftsreisen erfunden hatten
» Jahrzehntelang kennzeichneten Preisduelle den Kampf um den Kunden
Hauptreiseziel Spanien
Löhne und Hotelpreise wurden damals vom Staat festgesetzt
»
» "Billiger als im Vorjahr" avancierte zum Schlachtruf der Reiseindustrie
nur der Preis wurde als Marketinginstrument eingesetzt, obwohl bis Anfang der 90er Jahre dem Verkäufermarkt und Veranstaltern beinahe alles aus den Händen gerissen, was angeboten wurde
» Freier Wettbewerb über die Reisebranche seit der Liberalisierung des Binnenmarktes in Europa
Kunden mit niedrigen Preisen zu "kaufen", anstatt Markenartikel und damit auch Markentreue zu entwickeln, rächt sich die bequeme Gewohnheit, alles über den Preis zu machen
jeder steht nun in Konkurrenz zu jedem und der Begriff Wettbewerb erfährt eine neue Bedeutung
Reisebüro, Hotel oder Fluggesellschaft können nun anbieten, was sie wollen und zu eigenen Preisen
zum ersten Mal hat der Reisende wirklich die Freiheit der Wahl, ob er ein Last-Minute-Angebot kauft, einen billigen Restplatz im Flugzeug im Internet ersteigert, Flug und Hotel einzeln im Reisebüro bucht, telefonisch zu Hause oder am Computer
der Reisende entscheidet sich jetzt nur noch für eine Reise eines Veranstalters, wenn sich im ein Vorteil bietet, was in einem weithin austauschbarem Angebot jetzt erst recht der Preis ist
» resultierend entsteht ein Fusionsfieber, denn Größe bedeutet Kostenersparnis, aber auch Kontrolle, wenn Fluggesellschaften, Reisebüros, Hotels und Veranstaltermarken zu einem Touristikkonzern zusammengefügt werden
z.B. TUI/Hapag Lloyd mit dem amerikanischen Reisekonzern Carlson und dem britischen Reise- und Finanzkonzern Thomas Cook größter Touristikgigant, den die Welt je gesehen hat
wer jetzt reist und bucht, landen zwangsläufig immer häufiger bei einem TUI-Produkt, egal ob er beim Last-Minute-Spezialisten L'Tur bucht oder bei 'Airtours International' ein Nobelhotel für tausend Euro pro Nacht
» Anbieter wurden vom Vermittler zum Produzenten diverser Urlaubsangebote, Angebote, die der Käufer wirklich will


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