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Soziologie | Fünf Typen der Lebenslaufplanung

 

Hier findest du das Modell zur Lebenslaufplanung junger Frauen von Geissler/Oechsle (1996).
Zur widersprüchlichen Modernisierung weiblicher Lebensläufe.

Die fünf Typen der Lebensplanung


Typus Kategorie Arbeitsorientierung Partnerorientierung Familienorientierung

Doppelte Lebensplanung
Subjektperspektive: Ausbildung und Beruf hohen Stellenwert
Bewusste Berufswahl, starke Identifikation mit Beruf
Erwerbsarbeit verknüpft mit der Erweiterung von Spielräumen, dem Erproben eigener Fähigkeiten und der Erfahrung materieller Unabhängigkeit
Bedingung: Bildung und Berufstätigkeit
Wiedereinstieg geplant, aber Berufstätigkeit muss sich den Anforderungen und Zeitrhythmen der Familie anpassen
Lebensbereiche Partnerschaft/Familie und Beruf
gleiches Gewicht
Suche nach einer Balance
Auf Verständnis ausgerichtet: Suche nach Ausgleich zwischen Bindung und Autonomie
Familiengründung fester Bestandteil des antizipierten Lebenslaufs und bewusst geplant
an bestimmte Bedingungen geknüpft Verschiebung der Familiengründung
Im Zentrum der Familienphase Beziehung zu den Kindern, deshalb Unterbrechung der Berufstätigkeit für mehrer Jahre, jedoch weiterhin Selbstwahrnehmung als Frau mit einem Beruf
Traditionell familienzentrierte Lebensplanung Erwerbsarbeit auf Zeit
Beitrag zum Familieneinkommen
Zeitstrukturierung, soziale Kontakte
"Hauptsache überhaupt einen Beruf"
Erwerbsarbeit gegenüber dem Privatleben immer zweitrangig und letztlich nicht identitätsstiftend
Versuch sich der Individualisierung zu entziehen, indem ein weitergehendes berufliches Engagement vermieden wird
Primat der Partnerbeziehung
unbedingte Priorität gegenüber anderen Lebensbereichen
Autonomie wird als bedrohlich erlebt
direkt auf Familiengründung gerichtet
traditionell
Familiengründung nicht vorausschauend geplant
Kinder= selbstverständlicher, wesentlicher Bestandteil des Lebenslaufs, identitätsstiftend
Wunsch nach Leben, in dessen Mittelpunkt die Sorge für andere steht
Modernisiert familienzentrierte Lebensplanung Berufstätigkeit vor Familiengründung eigene biografische Bedeutung
"überschaubare Ausbildungen" (wegen fest geplanter Familiengründung)
späterer Wiedereinstieg nicht ausgeschlossen, aber nicht angestrebt
auf Verständigung ausgerichtet
asymmetrische Balance im Konfliktfall (Frau kompromissbereit)
traditionell
individualisierte Beziehung zu den Kindern
Berufszentrierte Lebensplanung Wunsch nach dauerhafter materieller und sozialer Unabhängigkeit
Im Zentrum des biografischen Handelns steht die Sicherung der Erwerbskontinuität
Arbeitskraftperspektive dominiert in der Arbeitsorientierung
Betonung individueller Autonomie im Privatleben
Konkrete Lebensform (Partnerschaft, Ehe, Kinder) nicht relevant, Entscheidungen davon abhängig, ob sie berufliche Kontinuität und Unabhängigkeit gefährden
Partnerbeziehung möglichst offen und flexibel gehalten, um sie den beruflichen Anforderungen anpassen zu können
"dual career family"
Antizipation der Familienphase möglichst lange hinausgezögert, Familie nicht ausgeschlossen, für letztliche Entscheidung für oder gegen ein Kind oft soziales Umfeld / Partner ausschlaggebend
keine Unterbrechung der Berufstätigkeit wegen Kind
Individualisierte Lebensplanung Subjektperspektive: Selbstverwirklichung
finanzielle Unabhängigkeit
Abwägen von Geld und Lebenszeit
Autonomie Kinder nicht selbstverständlich
Freie Universität Berlin - Arbeits- und Organisationspsychologie - SoSe 2007 - S "Berufliches Handeln und Identität" - Dozent: Uni.-Prof. Dr. Ernst-H. Hoff - Referentin: Christina Lohner
 


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