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Landwirtschaft | Milchwirtschaft in Deutschland/EU

 

Hier findest du alles, was du über die Milchwirtschaft in Deutschland / EU wissen solltest.

Milchwirtschaft


Die Milchwirtschaft ist die Tierhaltung in der Landwirtschaft mit Zielsetzung der Produktion von Milch. Diese wird weitesgehend von Milchkühen gewonnen, aber auch von Ziegen, Schafen, Pferden und Wasserbüffeln.
In der Milch sind Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Spurenelemente gelöst, was neben dem guten Geschmack ein wesentlicher Aspekt der Marktgängigkeit ist.
 

Probleme der Milchwirtschaft | Kritik


Problematisch für die Milchwirtschaft ist die immer zunehmende Aufklärung sowie die Aufdeckung der weltweit größten Marketinglüge, der Kalziumlüge. Mit ihr geht einher, dass Kuhmilch nicht gesund für den menschlichen Körper ist, sondern belegbar ungesund.
Die wesentlichen Probleme der Milchindustrie und Gründe, warum eine stetig wachsende Anzahl an Menschen eine vegane Ernährung bevorzugen, sind:
• tierische Milch enthält ein artfremdes Eiweiß, welches der menschliche Körper nicht verträgt
• das Kalzium der Kuhmilch kann, entgegen der beworbenen Kalziumlüge, Knochen des menschlichen Körpers zerstören. Eine mögliche Folge ist Osteoporose.
• Kühe werden als Turbokühe ausgebeutet
• jedes Jahr aufs Neue werden sie künstlich befruchtet, da ihr Körper nur Milch produziert, wenn ein Kalb zu ernähren ist
• Kälber werden innerhalb der ersten ein bis drei Tage ihren Müttern entzogen, damit sie die Milch nicht wegtrinken
• Milchkühe werden in ihrer natürlichen Bewegung drastisch eingeschränkt, da sie mehrere Stunden täglich an Melkmaschinen angeschlossen sind. In Deutschland werden sie auch im Aktivstall, ugs. Boxenlaufstall gehalten. Auf tierfreundlichen Höfen werden sie in der Regel zwei bis dreimal am Tag gemolken, die Melkzeit beträgt maximal ca. 20 Minuten.
• bringen Kühe nicht mehr ausreichend Milch, werden sie geschlachtet, und das sehr oft sogar trächtig (hitzige Diskussion innerhalb der Politik in 2015 zur Gesetzesänderung)
• Ironischerweise spiegelt sich Bewegungsentzug in schlechter Milchqualität und geringer Menge wieder, eine Folge die auch der »böse« Landwirt nicht will.
 

Weltweite Kuhmilchproduktion


Platz Land Milchmenge
01. Indien 90,4 Millionen Tonnen
02. USA 77,5 Millionen Tonnen
03. Russland 31,9 Millionen Tonnen
04. Deutschland 28,1 Millionen Tonnen
05. Frankreich 24,4 Millionen Tonnen
06. Brasilien 23,3 Millionen Tonnen
07. China 18,9 Millionen Tonnen
08. Neuseeland 14,8 Millionen Tonnen
09. Großbritannien 14,6 Millionen Tonnen
10. Ukraine 13,4 Millionen Tonnen
Quelle: FAO, 2004
 
Die Weltproduktion von Kuhmilch lag 2004 bei ca. 520 Millionen Tonnen, 2008 lag die weltweite Milchproduktion bei 693.707.346 Tonnen Milch, davon 83 % Kuhmilch.
 

Die größten Kuhmilchproduzenten (2007)


Rang Land Kuhmilchproduktion (in Tsd. t) Anteil an Weltproduktion
1 USA 84.189 15%
2 Indien 42.890 8%
3 China 35.574 6%
4 Russland 31.915 6%
5 Deutschland 28.403 5%
6 Brasilien 26.944 5%
7 Frankreich 24.374 4%
8 Neuseeland 15.842 3%
9 UK 14.023 2%
10 Polen 12.096 2%
 

Bedeutung der Milchproduktion und Selbstversorgungsgrad in den Ländern der EU-15 (2003)


 
Anteil der Milch am landwirtschaftlichen Produktionswert in %
Selbstversorgungsgrad
in %
Belgien
11
*100
Dänemark
19
k.A.
Deutschland
21
104
Finnland
26
k.A.
Frankreich
12
100
Griechenland
9
69
Irland
24
198
Italien
10
70
Luxemburg
31
k.A.
Niederlande
17
175
Österreich
15
k.A.
Portugal
11
104
Schweden
23
k.A.
Spanien
6
93
Vereinigtes Königreich
16
83
EU-15
13
116
* Wert für 2001
Quelle: ZMP-Bilanz Milch 2004, S. 93, 222-236; Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2004, S. 398-399
 

Milchproduktion in den Staaten Europas (2004)


Quelle: Eurostat Datenbasis, ergänzt durch Angaben der FAO-Datenbasis
 

Milchwirtschaft in der EU (2004)


» absolut: Deutschland größter Milchproduzent
» prozentual: Niederlande (17,5% Selbstversorgungsgrad)
Irland (198% Selbstversorgungsgrad)
» EU als relativ geschlossener Markt
anteilig geringe Im- und Exporte
z.T. starke Verluste im Welthandelprozess
 
Ausblick bei Öffnung des Marktes:
a) Preisanstieg im Inland durch verstärkte außereuropäische Exporte?
b) Preisverfall und Verdrängung heimischer Anbieter durch billigere Importe
 

Agrarpolitische Rahmenbedingungen der Milchwirtschaft in D/EU


» 1968: gemeinsame Marktordnung für Milch und Milcherzeugnisse
überproportionale Garantiepreisanhebungen
unbegrenzte Mengenabnahmegarantie
hohe Attraktivität der Milchwirtschaft
Überschussproduktion 1977: "Mitverantwortungsabgabe"
» Anfang der 80er Jahre: "Butterberge"
30% der Marktordnungsausgaben der EG in der Marktwirtschaft
» 1984: Milch-Garantiemengen-Verordnung
Garantiemengenregelung: Festlegung von Referenzmengen festgesetzte Liefermenge
Ende der Milchquote 2014?
 
Stichwort: Milchquotenkauf


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